13.04.2018 - Beitrag zur Gewaltprävention

Dr. Udo Baer
Das Thema „Gewalt in der Pflege“ rückt in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und wird auch verstärkt in Fort- und Weiterbildungen der Pflege berücksichtigt.

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) schafft mit seiner deutschlandweiten Aufklärungsaktion #PflegeOhneGewalt und der Herausgabe des ZQP-REPORT Gewaltprävention in der Pflege nicht nur in der Pflegewelt Aufmerksamkeit für das Thema. Mit der Veröffentlichung des Studienberichtes Gewalt in der Pflege des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) wird jedoch deutlich: Es gibt noch einiges zu tun in diesem Bereich.

In der Studie des DIP gaben beispielsweise mehr als ein Drittel der befragten Pflegekräfte an, dass sie häufig erleben, dass Pflegemaßnamen gegen den Willen pflegebedürftiger Menschen durchgeführt werden. Jede siebte Pflegekraft gab an, in den letzten drei Monaten selbst Opfer von Gewalt geworden zu sein.

„Viel zu viel“, wie Dr. Udo Baer, Vorsitzender der STIFTUNG WÜRDE in seinem Vortrag zur Gewaltprävention bemerkt. Dabei ist es ihm nicht wichtig, ob die Definitionen von Gewalt erfüllt sind, sondern ob das Erlebte den Betroffenen „weh tut“. Er plädiert dafür, dass Menschen nach erlebten Gewaltsituationen nicht alleine gelassen werden. Baer betont, dass es wichtig ist, auch über unangenehme Ereignisse zu sprechen.

In der Pflege-Mediathek stellen wir Ihnen in Modul 2 im Themenbereich Gewalt einen Vortrag von Dr. Udo Baer zur Verfügung, der sich bestens eignet, für das Thema  „Gewalt in der Pflege“ zu sensibilisieren.